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Verhütung · Pille, Ring und Pflaster

Pille, Ring und Pflaster. Bewährt und flexibel.

Die Pille ist die häufigste Verhütungsmethode in Deutschland. Welches Präparat zu Ihnen passt, klären wir gemeinsam, bevor Sie ein Rezept bekommen.

3 bis 70 von 1.000

Frauen pro Jahr schwanger, je nach Anwendung

Täglich bis monatlich

Pille, Pflaster, Ring

Mit oder ohne Östrogen

Kombination oder nur Gestagen

Jederzeit absetzbar

Fruchtbarkeit kehrt rasch zurück

So wirken sie

Ein Prinzip, drei Wege.

Kombinationspräparate enthalten ein Östrogen und ein Gestagen. Sie verhindern den Eisprung und verdicken den Schleim im Gebärmutterhals. Vaginalring und Verhütungspflaster wirken genauso, geben die Hormone aber über Schleimhaut oder Haut ab.

Wie sicher die Methode im Alltag ist, hängt vor allem von der Anwendung ab: Bei perfekter Anwendung werden von 1.000 Frauen im Jahr etwa 3 schwanger. Im Alltag mit vergessenen Pillen, Erbrechen oder Wechselwirkungen sind es bis zu 70 von 1.000. Fachlich heißt dieser Wert Pearl-Index (0,3 bis 7).

01

Kombinationspille

Östrogen und Gestagen, täglich eine Tablette. Je nach Präparat mit Pause, verkürzter Pause oder im Langzyklus ohne Pause.

02

Minipille

Nur Gestagen, ohne Pause. Eine Alternative, wenn Östrogen nicht infrage kommt, etwa bei Migräne mit Aura, in der Stillzeit oder bei erhöhtem Thromboserisiko.

03

Vaginalring und Pflaster

Der Ring bleibt drei Wochen in der Scheide, das Pflaster wird wöchentlich gewechselt, danach jeweils eine Woche Pause. Kein tägliches Daran-Denken.

Abwägen

Was dafür spricht, was Sie bedenken sollten.

Spricht dafür

  • Zuverlässig bei korrekter Anwendung
  • Blutungen oft regelmäßiger, schwächer und weniger schmerzhaft
  • Manche Präparate verbessern Hautunreinheiten
  • Kein Eingriff nötig, jederzeit absetzbar
  • Die Fruchtbarkeit kehrt nach dem Absetzen rasch zurück

Zu bedenken

  • Die Sicherheit hängt von der regelmäßigen Anwendung ab
  • Erbrechen, starker Durchfall und manche Medikamente können die Wirkung aufheben
  • Östrogenhaltige Präparate erhöhen das Thromboserisiko, besonders bei Rauchen, Übergewicht, ab 35 Jahren und bei Thrombosen in der Familie
  • Mögliche Nebenwirkungen: Zwischenblutungen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, veränderte Lust
  • Die Hormone wirken im ganzen Körper, nicht nur lokal

Vor dem ersten Rezept fragen wir gezielt nach Thrombosen, Migräne, Rauchen und Vorerkrankungen und messen Ihren Blutdruck.

Ablauf

Vom Gespräch bis zur Kontrolle.

Termin 1

Beratung

Vorgeschichte, Thrombosen in der Familie, Migräne, Rauchen, Medikamente und Ihre Wünsche. Wir messen den Blutdruck.

Im selben Termin

Rezept

Ein Präparat, das zu Ihrem Risikoprofil passt. Wir erklären Einnahmebeginn, Pausen und was bei vergessener Einnahme zu tun ist.

Zu Hause

Anwendung

Beginnen Sie am ersten Tag der Periode, sind Sie sofort geschützt. Ring und Pflaster wenden Sie selbst an.

Nach einigen Monaten

Kontrolle

Wie vertragen Sie das Präparat? Blutdruck und Blutungsmuster, bei Bedarf ein Wechsel.

Kosten

Wer die Kosten trägt.

Bis zum 22. Geburtstag übernimmt die gesetzliche Krankenkasse Pille, Ring und Pflaster. Ab 18 Jahren fällt die gesetzliche Zuzahlung in der Apotheke an. Danach bezahlen Sie das Präparat selbst, Beratung und Verordnung bleiben Kassenleistung.

Kassenleistung

bis 22 Jahre
  • Beratung und Verordnung, in jedem Alter
  • Präparat bis zum 22. Geburtstag, ab 18 mit Zuzahlung
  • Kontrollen bei Beschwerden

Selbst bezahlt

ab 22 Jahren
  • Präparat auf Privatrezept
  • Kosten in der Apotheke, je nach Präparat und Packungsgröße

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an, wir helfen gern weiter.

Ich habe die Pille vergessen. Was nun?

Das hängt vom Präparat und von der Einnahmewoche ab. Grundsätzlich: die vergessene Pille sofort nachnehmen, auch wenn dann zwei an einem Tag fällig sind, und die Packungsbeilage beachten. Hatten Sie in den Tagen davor ungeschützten Verkehr, rufen Sie uns bitte an. Dann kann die Pille danach sinnvoll sein.

Muss ich monatlich eine Pause machen?

Nein. Die Pause ist medizinisch nicht nötig. Viele Präparate lassen sich nach Absprache auch im Langzyklus ohne Pause nehmen, die Blutung bleibt dann meist aus.

Wirkt die Pille noch, wenn ich Antibiotika nehme oder erbreche?

Die meisten Antibiotika schwächen die Pille nicht. Ausnahmen sind etwa Rifampicin, einige Mittel gegen Epilepsie, bestimmte HIV-Medikamente und Johanniskraut. Erbrechen Sie innerhalb von drei bis vier Stunden nach der Einnahme, gilt die Pille als vergessen.

Welche Pille ist die richtige für mich?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Präparate unterscheiden sich in Hormonart, Dosis und Thromboserisiko. Wir wählen nach Leitlinie bevorzugt Präparate mit niedrigem Risiko und berücksichtigen Ihre Vorgeschichte und Wünsche.

Ich rauche. Darf ich trotzdem hormonell verhüten?

In vielen Fällen ja, auch wenn Sie rauchen und älter als 35 sind oder wegen einer Gerinnungsstörung ein erhöhtes Thromboserisiko haben. Präparate mit Östrogen, also die klassische Pille, Ring und Pflaster, kommen dann oft nicht infrage, Methoden nur mit Gelbkörperhormon dagegen schon, zum Beispiel die Minipille, die Hormonspirale oder das Verhütungsstäbchen. Sprechen Sie uns an, wir finden gemeinsam eine passende Lösung.

Ist es schädlich, wenn unter der Pille die Periode ausbleibt?

Nein. Die Hormone der Pille verhindern, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut. Was sich nicht aufbaut, muss auch nicht abbluten. Die Blutung in der Pillenpause ist ohnehin keine echte Periode, sondern eine Reaktion auf die Pause. Die Vorstellung, Blut müsse zur Reinigung aus dem Körper oder staue sich im Bauch, ist ein verbreiteter Irrtum. Haben Sie die Pille nicht regelmäßig genommen und die Blutung bleibt aus, machen Sie bitte zur Sicherheit einen Schwangerschaftstest.

Ihre Beratung zur Pille

Online über Jameda oder telefonisch unter 0202 / 664629.

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