Vor wenigen Tagen ist eine eine Stellungnahme bzw. Impfempfehlung eines Expertengremiums erschienen:

Gemeinsame Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM),
der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG),
der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin (DGPGM),
der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM),
der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF),
der AG Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG (AGG),
Arbeitsgemeinschaft für Infektionen und Infektionsimmunologie in Gynäkologie und Geburtshilfe (AGII)
der AG Universitäre Reproduktionsmedizinische Zentren der DGGG (URZ)
des Dachverbands Reproduktionsbiologie und –Medizin (DVR)
der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe (BLFG)
und des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF)

Zitat: „In informierter partizipativer Entscheidungsfindung und nach Ausschluss allgemeiner Kontraindikationen wird empfohlen, Schwangere priorisiert mit mRNA-basiertem Impfstoff gegen COVID-19 zu impfen.
Um Schwangere auch indirekt zu schützen, wird weiterhin die priorisierte Impfung von engen Kontaktpersonen von Schwangeren, insbesondere deren Partner/-innen, sowie Hebammen und Ärzte/-innen empfohlen (1).
Es wird empfohlen, stillenden Frauen eine mRNA-basierte Impfung gegen COVID-19 anzubieten und zu ermöglichen.“

Hier können Sie die gesamte Stellungnahme lesen:

COVID-19-Impfempfehlung für Schwangere und Stillende konsentiert (002)

Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich zur COVID Impfung von Schwangeren geäußert.
Diese Impfempfehlung ist deutlich „zurückhaltender“ ausgefallen als vom o.g. Expertengremium.

Zitat: “ Alleine auf Grundlage der kürzlich publizierten Beobachtungen aus den USA wird die STIKO keine generelle Impfempfehlung für Schwangere aussprechen. Der freien Entscheidung der Schwangeren für eine Impfung soll jedoch durch die aktualisierte STIKO-Empfehlung mehr Raum gewährt werden. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung oder mit einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände kann nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem 2. Trimenon angeboten werden.“

Lesen Sie hier die gesamte STIKO Äußerung zur COVID-19 Impfung von Schwangeren.

In der Praxis bedeutet dies, dass nun auch die COVID-19 Impfung von schwangeren bei entsprechender Indikation möglich ist. Bitte sprechen Sie uns an damit wir klären können ob bei Ihnen eine Impfung möglich ist. Impfungen in der Stillzeit sind uneingeschänkt möglich. Impfungen von Kontaktpersonen von schwangeren weiterhin priorisiert.